Anleitung | Pilzzucht-Set Austernpilz Pilzbeet – Pilze züchten im Blumenkasten

Worum geht es in dieser Anleitung?

In dieser Anleitung zeigen wir Dir, wie Du mit unserem PilzWald Pilzzucht Set Austernpilz im Blumenkasten eigene Pilze züchten kannst.

Hier gelangst Du direkt zu unserer Schritt für Schritt Bilder-Anleitung und findest auch unser How-To-Tutorial-Video.

Diese Anleitung ist speziell für unser Pilzbeet Pilzzucht Set. Wenn Du Dich für die Indoor-Pilzzucht mit eigenen  Substratmischungen interessierst, findest Du hier unser Ultimatives Tutorial zur Pilzzucht und hier unsere Anleitungen zur Pilzzucht mit Pilzdübeln.

Folgende Themen findest Du in dieser Anleitung

Anleitung | Pilzzucht-Set Austernpilz Pilzbeet - Pilze züchten im Blumenkasten 1

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Vorbereitung | Dieses Material wird benötigt

Im Set enthalten:

Zusätzlich benötigt:

Vorbereitung | Der perfekte Standort für Deine Pilzkultur

Der ideale Standort ist drinnen z.B. die Küche, hell, mit normaler Zimmertemperatur (18 – 25 °C) aber ohne direkte Sonneneinstrahlung und nicht auf/über oder in direkter Nähe zu einer warmen Heizung.

Ein kurzer Sonneneinfall morgens/abends ist aber kein Problem. Auch Pilze müssen atmen, der Raum sollte daher gut belüftet sein.

Draußen klappt die Pilzzucht erst nach den letzten Frösten bei einer Nachtemperatur von dauerhaft min. 5 °C.

Die Pilze wachsen nur bis maximal 30 °C Lufttemperatur, im Sommer bleiben diese daher meistens aus.

Optimal

Vermeiden

Das Pilzbeet Pilzzucht Set lagern

Idealerweise startest Du die Pilzzucht mit unserem Pilzbeet-Set direkt nach Erhalt. Das Set enthält vitale Pilzbrut und für ein optimales Ergebnis sollte diese umgehend aktiviert werden.

Sollte es nicht möglich sein das Pilzbeet Pilzzucht Set direkt anzulegen, lässt sich das ganze Set original verpackt bei Zimmertemperatur (15 – 24 °C) für ca. 4 Wochen lagern.

Vorbereitung | Wie lange dauert die Pilzzucht?

Je nach Aufstellort und Temperatur variiert die Wuchsgeschwindigkeit der Pilze etwas. Nachdem Du das Pilzbeet-Set angelegt hast, passiert ersteinmal – nichts. Das ist ganz normal.

  • In den ersten 10 Tagen verbreitet sich das Myzel unter der Oberfläche im Substrat und nur in wenigen Ausnahmefällen auch über der Oberfläche. Es scheint daher am Anfang so, als würde nichts passieren.

Allerdings passiert eine ganze Menge, nur eben versteckt im Blumenkasten, sodass wir es leider nicht beobachten können.
Das Pilzmyzel sammelt in den ersten Tagen Nährstoffe, Wasser, Mineralien und bereitet sich darauf vor, die Pilz-Fruchtkörper zu bilden.

  • Die ersten kleinen Pilzansätze (Primordien/Pinheads) bilden sich nach 10 – 25 Tagen.

Dann geht es allerdings ganz schnell!

Haben sich die ersten kleinen Pilze (Primordien) gebildet, wachsen diese nun innerhalb von nur 4 – 6 weiteren Tagen erntereif heran.

Die Natur lässt sich nicht auf den Tag genau planen

Unsere Zeitangaben sind Richtwerte für Dich zur Orientierung. Einige Grad Temperaturunterschied, etwas mehr oder weniger Sonneneinfall können das Wachstum des Austernpilzes deutlich verlangsamen oder beschleunigen.

Auch bei optimalen Bedingungen können die Wuchszeiten um einige Tage variieren. Alles ganz genau so, wie in der Natur auch.

Video | Schritt für Schritt Videoanleitung

In dieser Video-Anleitung siehst Du Schritt für Schritt, wie das Pilzbeet im Blumenkasten mit dem Set angelegt wird.

Für weitere Tipps und Tricks schau auch in unsere Bilder-Anleitung weiter unten.

Video abspielen

Video | So wachsen die Austernpilze im Pilzbeet

In Arbeit: In diesem Zeitraffer-Video zeigen wir Dir, wie die Pilze im Pilzbeet heranwachsen. Pilze wachsen nämlich ganz anders als Pflanzen. Das Myzel aus der Pilzbrut breitet sich zuerst unterirdisch und versteckt im Substrat aus, bevor sich nach ca. 10 – 14 Tagen plötzlich die erste kleinen Pilzansätze (Primordien) zeigen.

Was wir als Pilz bezeichnen, ist dabei nur der Fruchtkörper, vergleichbar mit dem Apfel an einem Baum. Der eigentliche Pilz ist das weiße, fädige Myzel der Pilzbrut (leicht mit Schimmel zu verwechseln).

In diesem Video zeigen wir Dir, wie die Pilze im Pilzbeet bei Dir heranwachsen. Pilze wachsen etwas anders als Pflanzen. Das Myzel aus der Pilzbrut breitet sich zuerst unterirdisch und versteckt im substrat aus, bevor sich nach ca. 10 – 14 Tagen die erste kleinen Pilzansätze (Primordien) zeigen.

Was wir als Pilz bezeichnen, ist dabei nur der Fruchtkörper, vergleichbar mit dem Apfel an einem Baum. Der eigentliche Pilz ist das weiße, fädige Myzel der Pilzbrut (leicht mit Schimmel zu verwechseln).

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Bilder-Anleitung | Pilzbeet anlegen

Anleitung | Schritt für Schritt das Pilzbeet anlegen

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Schritt #1 | Blumenkasten vorbereiten

Du kannst einen Blumenkasten aus Kunststoff oder Keramik verwenden. Bei einem Behälter aus Keramik verdunstet jedoch mehr Wasser und es sollte daher mehr befeuchtet werden.

Im Kasten sollten Löcher im Boden als Drainage vorhanden sein, damit überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.

Wasch den Blumenkasten und Untersetzer gründlich mit frischem Leitungswasser aus. Es sollten sich keine Erdreste mehr im Kasten befinden.

Pilz-Tipp

Alternative zum Blumenkasten

Du kannst das Pilzbeet auch in einem Blumentopf (ab 10 Liter) anlegen. Der Pilzbrut-Myzelblock muss dann nicht zerteilt werden (wie in Schritt #4 beschrieben), sondern kann vollständig und in einem Stück eingegraben werden.

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Schritt #2 | Kokos-Substrat quellen lassen

Die Pilzzucht beginnt mit der Vorbereitung des Substrats. Ein Kokos-Substratblock reicht zum Füllen eines Standard 50 cm Blumenkastens mit ca. 10 L Volumen.

Wichtig: Das Kokos-Substrat ist stark gepresst und quillt mit Wasser um ein vielfaches auf. Es braucht daher genügend Platz im Topf, um es leicht durchzumischen (5 – 10 Liter Topf/Eimer).

  • Nimm den Eimer bzw. Topf und spül diesen gründlich aus.
  • Miss genau 1,8 Liter lauwarmes Wasser für einen Block ab.
    • Durch das handwarme Wasser quillt der Block schneller auf.
  • Leg einen Kokos-Substratblock in den Topf und gieß die 1,8 Liter Wasser darüber.
  • Bedarf: Ein Kokos-Block reicht für ein Pilzbeet im 10 L Blumenkasten
  • Lass das Substrat vollständig aufquellen (ca. 20 – 30 Minuten).
  • Misch das Substrat anschließend mit dem Löffel gut durch (bitte nicht per Hand!).

Substrat nicht überwässern

Ist das Substrat zu naß, bildet sich leichter Schimmel. Lass das Substrat ausreichend aufquellen und misch alles gründlich mit dem Löffel durch. Bitte nicht mit den Händen mischen.

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Schritt #3 | Bodenschicht einfüllen

Ist das Substrat aufgequollen und durchgemischt, kannst Du den Blumenkasten befüllen. Bitte fass das Kokos-Substrat nicht mit bloßen Händen an und benutz einen sauberen Löffel zum Befüllen.

  • Füll als Bodenschicht ca. 3 – 5 cm Kokos-Substrat locker ein.
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Schritt #4 | Austernpilz Pilzbrut zugeben

Nimm den Beutel mit der Austernpilz-Pilzbrut und leg diese mit dem Etikett nach oben auf das Schneidbrett.

  • Schneide den Beutelinhalt mittig, parallel zur längsten Seite vollständig in zwei Hälften.
  • Fass das Pilzsubstrat im Beutel wenn möglich nicht mit bloßen Händen an.
  • Leg beide Hälften mit der Schnittfläche nach unten nebeneinander in den Blumenkasten.

Bitte das Pilzsubstrat nicht zerbröseln!

  • Entferne die Folie vollständig.
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Schritt #5 | Blumenkasten mit Kokos-Substrat auffüllen

  • Füll den Blumenkasten mit dem restlichen Kokos-Substrat rundherum auf. Das Pilzsubstrat sollte an den Seiten vollständig vom Kokos-Substrat umgeben sein.
  • 1 cm Kokos-Substrat über dem Pilzsubstrat als oberste Schicht ist optimal.
  • Je nach Größe des Blumenkastens kann etwas Substrat übrig bleiben.

Zwischen Kokos-Substrat und oberem Rand des Blumenkastens sollte min. 2 – 3 cm Luft verbleiben.

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Schritt #6 | Deckschicht aufstreuen

Ist der Blumenkasten mit Pilzbrut und Kokos-Substrat aufgefüllt, kommt jetzt die Deckschicht oben drüber.

  • Streu die trockene Deckschicht ca. 1 cm hoch aus der Tüte direkt auf den Blumenkasten.
  • 1 cm ist für die Deckschicht optimal.
  • Je nach Größe des Blumenkastens bleibt etwas übrig.

Zwischen Deckschicht und dem oberen Rand des Kastens sollte min. 1 cm Luft verbleiben.

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Schritt #7 | Pilzmyzel regenerieren lassen

Das Pilzmyzel benötigt jetzt einige Tage um sich zu regenerieren, in das Substrat einzuwachsen und weitere Nährstoffe und Wasser aufzunehmen.

  • Erst nach der Regeneration können die Austernpilze wachsen.
  • Das Pilzmyzel braucht Frischluft, deck den Blumenkasten daher nicht ab.
  • Es dauert jetzt je nach Temperatur 10 – 25 Tage, bevor sich die ersten Pilze zeigen.

In der Zwischenzeit passiert augenscheinlich „nichts“, aber das ist ganz normal. Tatsächlich passiert eine ganze Menge in Deinem Pilzbeet. In diesem Video siehst Du, was versteckt in Deinem Blumenkasten passiert.

Pilzzucht Set

Wie wachsen Pilze?

Das, was wir als Pilz bezeichnen ist eig. nur der Fruchtkörper der Pilze, vergleichbar mit dem Apfel an einem Baum. Der eigentliche Pilz ist das weiße Myzelgeflecht im Beutel mit der Pilzbrut (leicht mit Schimmel zu verwechseln). Der Pilz wächst zunächst versteckt und unterirdisch in das Substrat ein und sammelt Nährstoffe für die Fruchtkörperbildung.

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Schritt #8.1 | Das Pilzbeet pflegen

Am Anfang benötigt es kaum Pflege aber etwas Geduld.

  • Es dauert ca. 10 – 25 Tage, bis erstmalig etwas passiert. Das ist ganz normal!

In den ersten Tagen ist das Substrat ausreichend angefeuchtet und muss nicht zusätzlich gewässert werden.

  • Um oberflächlichen Schimmel zu vermeiden, lass die Deckschicht einmal leicht antrocknen, bevor Du mit dem Wässern beginnst.

Bei unglasierten Tongefäßen die Befeuchtung erhöhen

Wenn Du unglasierte Ton- bzw. Keramikgefäße für Deine Pilzkultur benutzt, sollte die Kultur häufiger befeuchtet werden. Durch die offenporige Struktur der Keramik wird dem Pilzsubstrat viel Wasser entzogen und es verdunstet über die große Oberfläche deutlich schneller.

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Schritt #8.2 | Das Pilzbeet pflegen

Sobald die Deckschicht an der Oberfläche antrocknet (heller wird), sollte diese etwa alle zwei Tage leicht befeuchtet werden (ca. 50 mL). Bei trockener Luft auch mehr.

  • Füll die beiliegende Sprühflasche mit frischem Leitungswasser und besprüh damit das Pilzbeet. Anschließend kannst Du den Sprühkopf abschrauben und das restliche Wasser über das Pilzbeet gießen.
  • Die Oberfläche sollte jetzt immer leicht feucht bleiben.
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Schritt #9 | Die Pilze wachsen!

Nach rund 10 – 25 Tagen zeigen sich die ersten kleinen Pilzansätze (Primordien). Diese wachsen innerhalb von weiteren 4 – 6 Tagen erntereif heran und verdoppeln ihre Größe jeden Tag. Besprüh die wachsenden Pilze jetzt 1 – 2 Mal pro Tag mit frischem Leitungswasser.

Die Natur lässt sich nicht auf den Tag planen

Die Zeitangaben sind Richtwerte für Dich zur Orientierung. Einige Grad Temperaturunterschied, etwas mehr oder weniger Sonneneinfall können das Wachstum des Austernpilzes verlangsamen oder beschleunigen. Eine Temperatur von 20 – 23 °C ist optimal.

Auch bei optimalen Bedingungen können die Wuchszeiten um einige Tage variieren.

Ernte | Die richtige Technik & der perfekte Zeitpunkt

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Schritt #10 | Der richtige Erntezeitpunkt

Die Pilze können grundsätzlich in jeder Größe geerntet und verwendet werden. Sie sind also immer und in jeder Größe „reif“. Der optimale Zeitpunkt ist aber bevor die Pilze die Sporen abgeben.

Spätestens wenn sich der Hutrand dunkelbraun verfärbt und sich dieser bei den größten Pilzen leicht nach oben wellt bzw. einreißt, solltest Du alle Pilze einer Traube ernten.

Sammelt sich unter den Pilzen ein weißer „Staub“, ist es höchste Zeit diese zu ernten.

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Schritt #11 | Pilztrauben vollständig ernten

Nimm die ganze Pilztraube in die Hand und drehe diese vollständig aus dem Substrat heraus. Bitte die Pilze nicht abschneiden!

  • Ernte immer alle Pilze einer Traube vollständig.

 

Es sollten keine Stielreste zurückbleiben, da diese sonst anfangen zu schimmeln und eine weitere Ernte verhindern können.

  • Deck die Erntestelle, an denen das weiße Pilzsubstrat sichtbar ist, wieder mit Kokos-Substrat ab.
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Weiter geht's mit der 2. Ernte

Anleitung | Die 2. Ernte vorbereiten

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Schritt #12 | Pilzbeet für die 2. Ernte vorbereiten

Nach der der Ernte ist vor der Ernte! Pilze wachsen in sogenannten Erntewellen heran. Direkt nach der Ernte kannst Du das Pilzbeet für eine weitere Erntewelle vorbereiten, indem Du frisches Wasser hinzugibst.

Möglichkeit #1: Gieß vier volle Sprühflaschen Wasser über das Pilzbeet (200 mL).

  • Eine volle Sprühflasche enthält ca. 50 mL Wasser.

Möglichkeit #2: Wenn im Blumenkasten Löcher im Boden vorhanden sind (Drainage), kannst Du das Substrat auch mit der Duschbrause und kaltem Leitungswasser vorsichtig wässern.

  • Anschließend gut abtropfen lassen (min. 1 Stunde)! Es sollte keine Staunäße am Boden des Kastens bzw. im Untersetzer stehen bleiben.

Pilz-Tipp

Pilze und Feuchtigkeit

Pilze bestehen zu mehr als 90 % aus Wasser. Mit zunehmender Kulturdauer Deines Pilzbeets trocknet das Kokos-Substrat und das darin befindliche Pilzmyzel langsam aus. Für eine weitere Ernte solltest Du das Substrat daher wieder mit frischem Wasser versorgen und die Verdunstung regelmäßig durch das Besprühen ausgleichen.

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Schritt #13 | Die 2. Erntewelle

Jetzt heißt es wieder Geduld haben. Das Pilzmyzel nimmt das frische Wasser auf und bereitet sich auf eine weitere Erntewelle vor.

  • Pflege den Blumenkasten wie zuvor (Schritt #7).
  • Nach rund 10 – 25 Tagen sollten die Pilze erneut anfangen zu wachsen.

Pilz-Tipp

Erntewellen und Ertrag

Mit jeder Erntewelle werden die Nährstoffe im Substrat durch den Austernpilz weiter aufgezehrt. Es ist daher völlig normal, dass der Ertrag mit jeder weiteren Erntewelle kleiner ausfällt.

Ertrag | So viel kannst Du mit dem Pilzzucht Set ernten

Es lässt sich nicht pauschal sagen, wie viel Ertrag Du mit einem Pilzbeet-Set erzielen kannst, da der Ertrag von vielen Faktoren und auch maßgeblich von Deinem grünen Daumen abhängt.

Pilze bestehen zu über 90 % aus Wasser und wachsen in der Natur vorzugweise in den Herbstmonaten, wo die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Je nach Standort, Temperatur und allgemeine Luftfeuchtigkeit kann die Ernte daher unterschiedlich groß ausfallen.

Je regelmäßiger Du aber das Pilzbeet pflegst, desto größer wird auch die Ernte.

  • Normalerweise wachsen 2 – 3 Erntewellen im Pilzbeet heran, wobei jede Welle im Ertrag geringer ausfällt.
  • Die Erste Ernte ist typischerweise die Größte und bringt genug Pilze für 2 – 4 Personen

Der Pilz ernährt sich von den Nährstoffen im Substrat, welches er als Myzel durchwächst. Mit zunehmender Kulturdauer werden diese Nährstoffe aber aufgebraucht und die Ernten daher kleiner.

DiY-Experiment | Ein zweites Leben für die Pilzkultur

Sind nicht mehr genügend Nährstoffe im Pilzbeet-Substrat vorhanden, wachsen keine Pilze mehr heran.

Anders als bei Pflanzen, lässt sich ein Pilzbeet aber nicht mit Pflanzendünger düngen.

Pilze ernähren sich durch das kompostieren (zersetzen) der holzigen Bestandteile im Substrat und nutzen diese als Nahrung.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Pilzkultur entsorgt werden muss.

Häufig lassen sich draußen im Garten noch weitere Pilze blicken.

  • Dafür kannst Du den gesamten Inhalt als Block auf den Kompost legen und sich selbst überlassen.
  • Mit etwas Glück, wachsen weitere Pilze heran.
  • Alternativ kannst Du den Block auch im Blumen/Gemüsebeet eingraben.

 

Das zersetzte Substrat ist ideal zur Verbesserung der Bodenqualität, lockt Regenwürmer an und lockert den Boden allgemein auf.

Mit etwas Glück wachsen auch hier noch einige weitere Pilze heran.

Probiers einfach aus! Pilze sind immer für eine Überraschung gut.

Pilzbeet im Hochbeet anlegen Austerpilz Waldgarten Pilzbeet Kräuterseitling im Garten
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4 Antworten

  1. Ich habe Pilzdübel für Austernpilze geschenkt bekommen und sie ins Ausland, wo ich lebe, mitgenommen. Leider stelle ich jetzt fest, dass ich kein Substrat oder sonstige Nährlösung habe. Kann ich die Pilzdübel auch auf morsches Holz oder ähnliches aufbringen?

    1. Hallo Harald,

      nein, morsches Holz ist nicht mehr für die Pilzzucht geeignet. Das Holz sollte möglichst frisch sein, um einen Fremdpilzbefall bestmöglich ausschließen zu können. Hier findest Du eine Anleitung für die Pilzzucht auf Holzstämmen.

      Du kannst aber auch mit Kaffeesatz in die Pilzzucht starten, der Austernpilz ist ideal dafür geeignet. Hier findest Du die Anleitung für die Pilzzucht mit Kaffeesatz.

      Viele Grüße,
      Alex

  2. If I grow oyster mushroom indoors/in kitchen, should I be worried about fruit flies and fungus gnats? In case that happen, how do I prevent and treat the pests?

    1. Deutsche Version im Anschluß

      Hey Huyen,

      don’t worry about fruit flies. They normally don’t harm your fungal cultures. But of course they can be anoying sometimes. You can use a simple vinegar/soap/water solution in a coffee cup near by to get rid of them.

      But fungal gnats are indeed problematic for mushroom culture, because the flies will lay their eggs into the substrate and the larvae will eat through the mycelium within the culture. If there are to many fungal gnats/larvae, it can inhibit mushroom growth at all.

      It is hard to get rid of fungal gnats, because they live most of the times within the wet plant soil. The best way to get rid of them ist to throw out all the contaminated substrate, replace it with new ones, using nematodes and just carefully water your plants.

      Feel free to contact us for more informations.

      Best,
      Alex

      Deutsche Version

      Hallo Huyen,

      Fruchtfliegen sind generell kein Problem, da sie sich nicht von Myzel ernähren. Wenn es zu viele sind, kannst du sie mit einer einfachen Essig/Seife/Wasser-Lösung in einer Schale dezimieren.

      Trauermücken (Fungal Gnats) hingegen sind problematisch für die Pilzzucht. Die Fliegen legen ihre Eier in das Pilzzucht Substrat und die Larven ernähren sich von dem Myzel. Wenn es zu viele sind, wachsen keine Pilze mehr.

      Leider ist es nicht ganz einfach, die Trauermücken wieder loszuwerden, da diese meistens in dem feuchten Substrat von Topfpflanzen leben. Am besten ist es, alles befallene Substrat zu entsorgen und durch frisches zu ersetzen. Auch spezielle Nematoden sind geeignet. Um Trauermücken zu verhindern, sollte man seine Pflanzen nur sehr vorsichtig Wässern. In zu feuchtem Substrat fühlen sich die Mücken nämlich am wohlsten.

      Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen.

      Viele Grüße,
      Alex

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