Anleitung | Pilzbrut vermehren & aus Dübeln mit Kaffeesatz selber herstellen

Folgende Themen findest Du in diesem Artikel

Einleitung & Allgemeines

Wenn Du Dich bereits etwas mit der Pilzzucht beschäftigt hast, wird Dir der Begriff Pilzbrut (auch Körnerbrut genannt) sicherlich schon begegnet sein.

Was genau eine Pilzbrut ist, woraus sie besteht und wie Du diese ganz leicht mit etwas Geduld selbst herstellen und vermehren kannst, findest Du in dieser Pilzbrut Anleitung.

Was ist eine Pilzbrut?

Pilzbrut ist ein Substrat, welches von Pilzmyzel be- und durchwachsen ist. Pilzmyzel sind sehr feine, meist weiße Fäden, welche das Substrat vollständig durchziehen.

Die Pilzbrut ist also das Trägersubstrat für den Speisepilz und lässt sich am besten mit einem Steckling bei Pflanzen vergleichen.

Dabei gibt es die Pilzbrut mit ganz unterschiedlichen Zusammensetzungen. Eine der geläufigsten Formen, speziell in der professionellen Pilzzucht verwendet, ist die Körnerbrut.

Pilzbrut vermehren

Exkurs | Welche Arten Pilzbrut gibt es?

Körnerbrut ist die klassische Pilzbrut und besteht meistens aus Getreide wie Weizen, Roggen und Hirse bzw. einem Gemisch daraus.

Eine Körnerbrut wird vorwiegend im professionellen Pilzanbau eingesetzt, da diese Erfahrung in der Anwendung und sterile Bedingungen voraussetzt.

Hinzu kommt, dass Körnerbrut sehr aufwändig in der Herstellung ist, nicht lange gelagert werden kann und meist tiefe Temperaturen bei der Lagerung benötigt.

Substratbrut ist der Körnerbrut sehr ähnlich, besteht aber zu einem großen Teil aus Stroh, Laubholzhäcksel oder Sägemehl.

Eingesetzt wird die Substratbrut ähnlich wie die Körnerbrut, hauptsächlich jedoch beim Anbau auf unsterilen Substratmischungen und Holz.

Mit speziellen Impfmaschinen, lassen sich so Holzstämme sehr schnell mit dem Pilz animpfen.

Pilzdübel werden klassisch für das Impfen von Holzstämmen eingesetzt. Der Dübel wird dabei in ein vorgebohrtes Loch eingehämmert. Das geht leicht und benötigt nur wenig Equipment.

Gerade im Hobbybereich und für Anfänger sind Pilzdübel daher die erste Wahl. Sie lassen sich gut lagern, sind entsprechend günstig und einfach in der Anwendung.

Je nach Anbaumethode und Pilzsorte empfiehlt es sich, aus den Pilzdübel eine Pilzbrut mit Kaffeesatz anzulegen. Diese Vorkultur kannst Du bereits im Frühjahr vorbereiten und damit zur neuen Gartensaison z.B. direkt ein Pilzbeet oder Strohballen animpfen.

So vermehrst Du Dein Pilzmyzel, sammelst erste Erfahrung beim Pilzanbau und erhältst meistens früher die erste Ernte.

Was mache ich mit einer Pilzbrut?

Die Pilzbrut dient dazu, eine größere Menge Substrat mit einem Speisepilz anzuimpfen. Diese lässt sich daher ideal für die Anlage einer Pilzzucht auf Strohballen und im Pilzbeet nutzen.

Durch die größere Menge an Substrat und die erhöhte Nährstoffverfügbarkeit in einer selbst vermehrten Pilzbrut, wächst das Pilzmyzel schneller und stärker in das neue Substrat ein.

Die Ernte fällt größer aus und ist früher reif.

Hinzu kommt, dass Du die Pilzbrut einige Male wieder mit frischem Substrat weiter vermehren kannst.

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Wann lege ich die Pilzbrut am besten an?

Wann Du mit der Vorkultur einer Pilzbrut starten solltest, hängt ganz davon ab, was Du mit der Pilzbrut machen möchtest.

Grundsätzlich kannst Du die Pilzbrut im Haus ganzjährig anlegen und verarbeiten.

1 Liter Pilzbrut aus Dübeln selber zu vermehren dauert ca. 4 Wochen.

Wenn Du mit der Pilzbrut ein Pilzbeet z.B. im Hochbeet oder einen Strohballen im Garten impfen möchtest, solltest Du mit der Vorkultur der Pilzbrut etwa 4 Wochen vor dem geplanten Termin starten.

Welche Pilzsorten sind für eine DiY Pilzbrut geeignet?

Es gibt viele Pilzsorten zur Auswahl, doch nicht alle Zuchtpilze sind dafür geeignet, um aus Dübeln eine Pilzbrut auf Kaffeesatz anzulegen. In dieser Übersicht zeige ich Dir, welche Pilzarten geeignet sind.

DiY Pilzbrut vermehren & mit Kaffeesatz selber herstellen

Dieses Material benötigst Du

In der folgenden Bilder-Anleitung siehst Du, wie eine Pilzbrut mit Pilzdübeln, Kaffeesatz und einigen Holzhäckseln angelegt wird.

Über die einzelnen Punkte der Materialliste gelangst Du zu empfohlenen Produkten, die Du direkt für die Pilzzucht im Einmachglas nutzen kannst.

Bitte beachte unbedingt unsere Mengenangaben beim Kaffeesatz!

Die Menge an Kaffeesatz kann nicht einfach erhöht werden, damit das Glas schneller voll ist. Das Myzelwachstum braucht seine Zeit.

Bei einem Kuchenrezept lässt sich auch nicht einfach die Menge an Mehl erhöhen.

Bilder-Anleitung | Pilzbrut aus Dübeln mit Kaffeesatz anlegen

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 400.000 Tonnen Kaffee verbraucht. Der dabei anfallende Kaffeebrei landet aber allzu häufig ungenutzt einfach im Müll.

Dabei steckt in jeder Kaffeebohne jede Menge Arbeit, Fleiß und Ressourcen, die es lohnt, auch nach dem Genuß weiter zu nutzen.

Denn der Kaffeesatz enthält auch nach dem Aufbrühen noch viele wertvolle Nährstoffe, welche einen idealen Substrat-Nährboden für Speisepilze bilden (können).

Es wäre viel zu schade, diese wertvolle Ressource einfach wegzuwerfen.

Nutze ihn für Dein Pilzzucht-Projekt und leiste damit einen Beitrag zum Upcycling.

Übrigens: In Deinen Pilzen ist später kein Koffein enthalten.

Anleitung Pilzbrut selber vermehren Schritt für Schritt

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Schritt 1 | Vorbereitung

Wasch Dir zu Beginn gründlich die Hände und fass wenn möglich das Substrat und die Dübel nicht mit bloßen Händen an.

Hygiene und Sauberkeit ist der Schlüssel zum Erfolg.

Leg Dir alles an Material griffbereit hin (Materialliste).

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Schritt 2 | Kaffeesatz abkühlen

Frisch aufgebrüht ist der Kaffeesatz noch zu heiß. Laß diesen handwarm abkühlen.

Deck den Kaffeefilter während des Abkühlens mit einem sauberen Küchenpapier ab, ohne dass dieses den Kaffeesatz berührt. So landet kein Staub auf dem frischen Satz.

Du benötigst ca. 6 EL (gehäuft) frischen Kaffeesatz für die Pilzbrut.

Kaffeesatz sollte immer nur frisch nach dem Aufbrühen verwendet werden, da er nur so ausreichend keimreduziert ist und nicht so schnell zu schimmeln beginnt.

Wenn Du nur wenig Kaffee trinkst und daher auch nur wenig Kaffeesatz anfällt, kannst Du ihn mit diesem Tipp dennoch sammeln.

Gib den Kaffeebrei im Filter einfach in eine saubere Dose und frier diesen ein.

So bleibt der Kaffeesatz frisch, beginnt nicht zu Schimmeln und Du kannst ihn portionsweise verwenden.

Wenn Du den Kaffeesatz in eine Eiswürfelform gibst und einfrierst, hast Du immer eine passende Portion griffbereit.

Pilz-Tipp

Du kannst das Glas vorher mit kochendem Wasser ausspülen oder im Ofen bei 160 °C Umluft für 30 Minuten mit geschlossenem Deckel “backen”, um es zu sterilisieren. Mit WECK Gläsern klappt das ohne Probleme, achte bitte darauf, ob Dein Glas dafür geeignet ist.

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Schritt 3 | Das Glas befüllen

Stell das Glas vor Dich hin und füll eine bodendeckende Schicht aus Laubholzhäckseln mit einem sauberen Löffel hinein.

Diese Schicht dient dazu, überschüssige Feuchtigkeit aus dem Kaffeesatz aufzunehmen. So lässt sich Staunäße effektiv verhindern.

Alternativ kannst Du auch Blähton, Lavagestein oder Tonscherben benutzen.

Pilz-Tipp

Achte beim Befüllen des Glases mit Kaffeesatz darauf, diesen nur auf dem Boden des Glases zu verteilen und nicht ausversehen über die Innenseite zu verschmieren. Das senkt das Risiko für einen Schimmelbefall.

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1. Schicht Kaffeesatz & Dübel einfüllen

Jetzt kannst Du die ersten 2 – 3 EL frischen Kaffeesatz zugeben und verteilen. Der Kaffeesatz darf noch höchstens handwarm sein!

Drück die Packung Pilzdübel hin und her, bis sich die Dübel vereinzeln. Gib die Hälfte der Dübel ins Glas und verteil sie gleichmäßig.

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2. Schicht Kaffeesatz & Dübel einfüllen

Füg die restlichen 2 – 3 EL Kaffeesatz auf die Dübel und verteil ihn.

Gib die übrigen Dübel hinzu. Sollte noch etwas Kaffeesatz übrig sein, kannst Du diesen oben drauf geben. Jedoch sollten die Dübel noch zu sehen bleiben.

Leg den Deckel lose und ohne Gummiring auf (Weck Glas) bzw. stich einige Luftlöcher in den Deckel (Metalldeckel) und stopf Watte hinein.

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Schritt 4 | Pilzbrut durchwachsen lassen

Jetzt ist Deine Geduld gefragt, die Pilzbrut benötigt etwas Zeit. Stell die Pilzbrut im Glas bei normaler Zimmertemperatur im Schatten, aber nicht über einer Heizung oder am Fenster, auf.

Es dauert ca. 4 – 10 Tage, bis das Myzel den Kaffeesatz vollständig durchwachsen hat.

Je wärmer die Temperatur, desto schneller wächst das Myzel.

Schimmel lässt sich meistens recht einfach vom weißen Speisepilzmyzel unterscheiden. Sobald sich das weiße Myzel aber grün, blau oder schwarz verfärbt, handelt es sich meist um Schimmel.

Junges Speisepilzmyzel wächst praktisch immer weiß im Substrat. Jedoch gibt es, gerade mit zunehmendem Alter der Kultur und je nach Substrat, Ausnahmen.

 

Schimmel beseitigen

Wächst der Schimmel an der Oberfläche, lässt sich dieser mit einem Löffel entfernen.

Entferne die Schimmelstelle großzügig aber vorsichtig, um die Schimmelsporen nicht zu verteilen. Erst in den kommenden Tagen wirst Du sehen, ob die Kultur schimmelfrei weiterwächst.

Ist der Schimmel am Boden oder mitten im Substrat, sollte dieses entsorgt werden. Als Trostpflaste kann man diese Brut z.B. auf dem Kompost geben und mit etwas Glück wachsen dann dennoch Pilze.

 

Ausnahmen

Es gibt aber auch Ausnahmen. Es kommt häufiger vor, dass das wachsende Myzel eine gelbliche Flüssigkeit absondert. Das ist ganz normal.

Auch beim Shii-Take ist es normal, dass sich mit zunehmendem Alter eine braune “Kruste” bildet. Diese ist eine besondere Schutzschicht des Shii-Take Myzels, welches sich bereits auf den Dübeln bilden kann.

Mit zunehmendem Alter, verfärbt sich das Myzel des Rosenseitlings rötlich pink. Auch dies ist normal.

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Schritt 5 | Pilzbrut vermehren & mit Kaffeesatz füttern

Ist das Kaffeesatz-Substrat fertig durchwachsen, kannst Du die Kultur mit weiterem frischen Kaffeesatz anfüttern und Die Pilzbrut vermehren.

Wiederhole die folgenden Schritte, bis das Glas fast voll ist.

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Pilzbrut im Glas schütteln & aufbrechen

Schüttel das Glas, bis die Pilzrbut aufbricht und sich in kleinen Stücken verteilt. Das sieht ersteinmal sehr rabiat aus, wenn das oberflächliche Myzel so aufgebrochen wird und verschwindet.

Dies ist für den Pilz jedoch kein Problem. Das Myzel bildet sich in den kommenden Tagen wieder neu und durchwächst den frischen Kaffeebrei.

Kaffeesatz aus einer Filtermaschine oder French-Press ist häufig zu feucht, um direkt verwendet zu werden.

Ist der Kaffeebrei zu naß, wird er nur langsam vom Myzel durchwachsen und es bildet sich schneller Schimmel.

Die Feuchtigkeit lässt sich aber leicht ausgleichen.

Gib auf 4 Essölffel Kaffeesatz ca. 1 gehäuften Esslöffel trockene Laubholzspäne (Je nach Feuchtigkeitsgehalt die Menge an Spänen anpassen).

Diese nehmen die Überschüssige Feuchtigkeit auf und dienen zusätzlich zur Auflockerung der Pilzbrut.

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Pilzbrut maximal 1:1 mit Kaffeesatz füttern

Misch nicht zu viel frischen Kaffeesatz auf einmal zu Deiner Pilzbrut hinzu. Du solltest maximal die gleiche Menge frischen Kaffeesatz zumischen, wie bereits durchwachsene Pilzbrut vorhanden ist (1:1).

So kann das Myzel den neuen Kaffeesatz schnell durchwachsen und Schimmel hat kaum eine Chance.

Wie pflege ich die Pilzbrut im Einmachglas?

Wenn die Pilzbrut frisch angelegt ist, benötigt es keine weitere Pflege.

Die Feuchtigkeit im Glas reguliert sich selbst. Das Lüften der Kultur ist meistens nicht notwendig und häufig kontraproduktiv.

Je häufiger Du das Glas öffnest, desto mehr Staub, Bakterien und Schimmelsporen können in die Pilzbrut gelangen. Dies gilt es betmöglich zu vermeiden.

Die Pflege der Pilzbrut beschränkt sich jetzt darauf, diese immer wieder mit frischem Kaffeesatz anzufüttern, sobald das Myzel die letzte Schicht vollständig durchwachsen hat.

Wo lasse ich die Pilzbrut durchwachsen?

Frisch vermehrte Pilzbrut braucht eine normale Zimmertemperatur zwischen 15 – 25 °C. Licht ist während des Myzelwuchses nicht erforderlich.

Damit die Pilzbrut nicht überhitzt, stell das Glas nicht über/auf eine Heizung oder direkt am Fenster auf.

Das wachsende Myzel benötigt Sauerstoff, stell die Brut also nicht in eine luftdichte Kiste.

Am besten stellst Du die Brut einfach in ein Regal. So kannst Du den Wuchs des Myzels auch direkt gut beobachten.

Für Fortgeschrittene: Pilze direkt im Glas wachsen lassen

Die Pilzbrut wird üblicherweise als Vorkultur angelegt, um damit z.B. einen Strohballen, ein Pilzbeet oder mehrere Holzstämme anzuimpfen.

Die Vorkultur birgt den Vorteil, dass durch den Kaffeesatz mehr Nährstoffe in die Brut gelangen, diese weiter vermehrt wird und Du sie dadurch großflächiger verteilen kannst.

Doch ist das Glas voll, können die Pilze auch direkt aus dem Glas wachsen. Die Pflege dieser kleinen Kultur ist jedoch aufwändiger als bei den natürlichereren Anbauvarianten. Daher ist dies nur fortgeschrittenen Pilzzüchten und als Experiment mit überzähliger Brut zu empfehlen.

Dennoch möchte ich hier beschreiben, wie Du die Pilze auch direkt aus dem Glas anbauen kannst und am besten pflegst.

Das benötigst Du

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Schritt 1 | Pilzbildung einleiten

Nimm den Deckel ab und leg diesen bei Seite. Leg das Glas jetzt auf die Seite mit der Öffnung nach vorne. Besprüh die Innenseite des Glases 1x pro Tag mit frischem Leitungswasser.

Im Glas sollte sich kein Wasser am Boden ansammeln.

Jetzt dauert es 5 – 14 Tage, bis die Pilze wachsen. Sobald sich die ersten Pilze zeigen, besprüh diese täglich 1 – 2x mit frischem Leitungswasser.

Zimmergewächshäuser sind nicht nur für die Anzucht von Pflanzen aus Samen hilfreich, sie können auch ideal für den Anbau von Pilzen eingesetzt werden.

Mit ihnen ist es leichter, eine konstant erhöhte Luftfeuchtigkeit um die wachsenden Pilze zu halten.

Wichtig ist, dass Zimmergewächshaus nicht wie üblich ans Fenster oder über eine Heizung zu stellen. Durch das einfallende Licht heizt es sich sonst zu schnell auf und schädigt den Pilz.

Regelmäßiges lüften und die Deckelhaube leicht versetzt auflegen hilft dabei, den Pilzen genügend Frischluft zuzuführen und wirkt einer Schimmelbildung entgegen.

Damit die Pilze gut wachsen, benötigen diese viel frische Luft und eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit.

Sprüh die Innenseite der Deckelhaube zusätzlich 1 – 2x pro Tag mit frischem Leitungswasser ein.

So versorgt, wachsen die Pilze schnell erntereif heran.

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Schritt 2 | Pilze ernten & genießen

Je nach Sorte dauert es unterschiedlich lang, bis die Pilze erntereif sind.

Du kannst die Pilze ernten, sobald diese nicht mehr größer werden, sich der Hutrand leicht bräunlich einfärbt und hochwölbt. Spätestens wenn sich ein Staub unter den Pilzen sammelt, solltest Du diese ernten.

Nimm die ganzen Pilze in die Hand und dreh diese mit einer sanften Bewegung aus dem Substrat heraus.

Substratreste kannst Du einfach abbürsten oder wegschneiden.

Guten Appetit!

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22 Antworten

  1. Hallo Alex,
    wie kann ich die Reste einer alten verbrauchten Pilzbrut aufbewahren, um sie später noch einmal benutzen zu können? Eintrocknen? Einfrieren?
    Danke für Deine Hilfe, 🙂
    Annette

    1. Hallo Annette,

      die Pilzbrut enthält ja einen lebenden Organismus (Pilzmyzel) daher kann diese nicht lange gelagert werden.

      Um sie dauerhaft am Leben zu erhalten, muss diese immer wieder mit frischem Substrat als Nahrung vermischt werden.

      Du kannst sie bei 5 – 10 °C im Kühlschrank lagern. Bei einer langen Lagerung steigt die Wahrscheinlichkeit, das sich Schimmel etc einnisten.

      Trocknen und einfrieren wird das Pilzmyzel sicher absterben lassen.

      Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen.

      Viele Grüße,
      Alex

    1. Hallo Jürgen,

      für die Anlage einer Pilzbrut ist ein Gewächshaus als Behälter leider nicht geeignet. Du solltest dafür Einmachgläser oder z.B. Gurkengläser verwenden.

      Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen.

      Viele Grüße,
      Alex

      1. Ok, danke, wenn die pilzbrut im Glas dann soweit ist, mache ich mit dieser weiter beim Anbau auf Stroh oder Holzstämme oder Erde alles im freien, da ist mir nicht ganz klar wie ich diese dann aufbringe ?

        Danke Jürgen

        1. Hallo Jürgen,

          die Anbaumethode hängt von Deinen Vorlieben, Möglichkeiten sowie von der Pilzsorte ab.

          Hier findest Du alle unsere Anleitungen zur Pilzzucht.

          Wenn Du Dir unschlüssig darüber ist, welche Anbaumethode für Dich die Richtige ist, findest Du kurz und knapp weitere Infos zu den einzelnen Methoden in unserem Online Anbauberater Pilze züchten.

          Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen.

          Viele Grüße,
          Alex

      2. Ok danke, wenn diese Pilzbrut dann soweit fertig ist, was eignet sich am besten zum weiteren Anbau ? Stroh, Holz, Erde bzw. wie bringe ich diese auf ? Bzw. vom Glas aufs Stroh, Holz ….
        Danke

        1. Hallo Jürgen,

          für den Austernpilz empfehle ich die Pilzbrut für Strohballen zu verwenden. Die Anbaumethode hängt aber grundsätzlich von Deinen Vorlieben, Möglichkeiten sowie von der Pilzsorte ab.

          Hier findest Du alle unsere Anleitungen zur Pilzzucht.

          Wenn Du Dir unschlüssig darüber ist, welche Anbaumethode für Dich die Richtige ist, findest Du kurz und knapp weitere Infos zu den einzelnen Methoden in unserem Online Anbauberater Pilze züchten.

          Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen.

          Viele Grüße,
          Alex

  2. Hallo Alex,
    Ich habe nun eine Pilzbrut im Glas angelegt und habe vor diese aus dem Glas wachsen zu lassen (oder gäbe es sonst noch Alternativen für die Wohnung?). Ich möchte nichts falsch machen und wollte nachfragen ob ich es richtig verstanden habe, dass ich die Brut schütteln wenn sie den Kaffeesatz durchwachsen hat bevor ich sie wieder anfüttere?
    Freundliche Grüße,
    Laura

    1. Hallo Laura,

      genau, Du hast alles richtig verstanden! 😀

      Bevor Du den weiteren Kaffeesatz hinzufügst, sollte die Pilzbrut im Glas aufgeschüttelt werden. Dadurch kannst Du den frischen Kaffeesatz gleichmäßg verteilt (homogen) untermischen und das Myzel durchwächst diesen schnell und von allen Seiten gleichzeitig. Das senkt das Kontaminationsrisiko enorm und erhöht Deinen Erfolg.

      Eine Wohnung ist natürlich nicht der idealste Lebensraum für Speisepilze, daher ist man hier bei den Anbaumethoden natürlich etwas eingeschränkter.
      Indoor lässt sich die Pilzzucht daher nur mit eigenen Substratmischungen in Eimern/Einmachgläsern/Tüten umsetzen.

      Wir arbeiten aktuell daran, die Pilzzucht im Eimer ebenfalls als Anleitung hier bald zu veröffentlichen. Schau gerne ab und an vorbei.

      Viele Grüße,
      Alex

      1. Hallo nochmal,
        Ich habe leider wieder eine Frage.
        Ich habe mein Glas genau nach Anleitung gefüllt und es lief bisher super, nun ist mein Glas voll aber es bilden sich grüne Punkte ab… Ich habe die Austernpilzdübel verwendet.
        Ich wollte erst versuchen den grünen Teil zu entfernen, doch nun ist es im ganzen Glas verteilt…
        Habe ich jetzt meine ganze Brut verloren? Ich kann mir leider nicht erklären was ich falsch gemacht habe…
        Vielleicht kannst du mir ja helfen.
        Liebe Grüße

        1. Hallo Laura,

          kein Problem, stell uns gerne alle Deine Fragen!

          Ohne ein konkretes Bild ist es schwierig für uns, einzuschätzen ob es Probleme mit Deiner Pilzbrut gibt und was evtl. falsch gelaufen sein könnte.

          Bitte benutz unser Kontaktformular und schick uns ein paar Fotos. Dann können wir Dir weiterhelfen.

          Grundsätzlich deutet eine grüne Verfärbung auf Schimmel hin. Das muss aber nicht zwangsläufig zu einem Verlust der Kultur führen.

          Sobald Du die Pilzbrut z.B. dazu benutzt eine Outdoor-Pilzkultur anzulegen, kann diese immernoch gut funktionieren. Die Natur ist kein steriler Lebensraum und das Myzel findet seinen Weg.

          Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen.

          Viele Grüße,
          Alex

  3. Hallo Alex

    Ich habe Körnerbrut mit Pilzdübeln (Austernseitlinge) angesetzt. Es lief soweit gut und erste kleine Fruchtkörper haben sich gebildet. Allerding wurden diese vom eigenen Mycel überwachsen (fluffiges weißes Mycel). Anschließend haben sich neue Fruchtkörper darauf gebildet. Hast du Erfahrung woran das liegen könnte?

    Grüße Max

    1. Hallo Max,

      vielen Dank für Deine Frage und Glückwunsch zu Deinem Erfolg! 😀

      Das ist tatsächlich ein normales Verhalten der Pilze, wenn diese zu wenig Frischluft bekommen. Denn auch die Pilzfruchtkörper bestehen eig. nur aus dem fluffigen Myzel und wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist, kann es vorkommen, dass das Myzel einfach wieder austreibt und dann neue Fruchtkörper bildet.

      Dies lässt sich auch immer wieder an gekauften Pilzen aus dem Supermarkt, beobachten.

      Mein Tipp: Leg das Glas auf die Seite, öffne den Deckel und besprüh die Pilze von oben regelmäßig mit frischem Leitungswasser.

      Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen.

      Viele Grüße,
      Alex

  4. Hey Alex,
    super Artikel! Ich bin quasi genau nach der Anleitung mit den Pilzdübeln gestartet und nutze auch täglich frischen Kaffesatz.
    Das Myzel verbreitet sich super. Einziges Problem ist, dass an der Oberfläche sich das Myzel ganz leicht hellrot-rosa verfärbt. Einen Schimmel würde ich ausschließen. Meinst du, dass es eine bakterielle Geschichte sein könnte und die Brut schon hinfällig ist?

    1. Hallo Steffen,

      vielen Dank für Dein Feedback, gerne helfe ich Dir weiter.

      Anhand Deiner Beschreibung würde ich einen Schimmelbefall ebenfalls ausschließen. Ob es sich tatsächlich um ein Kontamination handelt, lässt sich ohne Bilder aber nicht einschätzen.

      Es kommt auch auf die Pilzsorte an. Beim Rosenseitling ist es z.B. normal, dass sich das Myzel mit zunehmendem Alter rot verfärbt.

      Auch können die normalen Ausscheidungen des Myzels unterschiedlich gefärbt sein, je nach Substrat.

      Schick uns gerne ein paar Fotos per E-Mail, dann schauen wir uns dies genauer an.

      Du kannst natürlich versuchen, diese Stelle großzügig mit einem sauberen Löffel zu entfernen. Bei einer Bakterien-Konti hat man da gute Chancen.

      Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen.

      Viele Grüße,
      Alex

      1. Hey Alex,

        danke für dein schnelles Feedback! Meine Brut ist von einem Austernseitling.
        Ich habe die gesamte Pilzbrut in meinem Glas einmal durchgemischt und den Großteil der rötlichen Stellen vorher entfernt. Nach über einer Woche Beobachtung sind die roten Stellen nicht wieder aufgetaucht und das Myzel verbreitet sich super!

        Leider habe ich vorher kein Foto von den roten Stellen gemacht, sonst hätte ich es dir gerne zugeschickt.

        Viele Grüße!

  5. Hallo,
    ich habe im Glas mit dem Kaffeesatz angefangen… allerdings war ich 3 Tage weg – und meine Tochter hat nur bisschen besprüht… und jetzt kommen schon Pilze (Austernpilze)…
    sol ich abwarten, diese ernten, oder doch noch nen Kaffeesatz da, wo keine oder wenige rauskommen, noch drüber streuen?
    Ich wollte mir den noch bisschen vermehren… ist es jetzt vobei? wird es durch den wachstum der Pilze ausgeschöpft?

    Danke für die Hilfestellung

    Agnes

    1. Hallo Agnes,

      vielen Dank für Deinen Kommentar, gerne helfe ich Dir weiter.

      Kein Problem! Du kannst die wachsenden Pilze einfach vorsichtig z.B. mit einem sauberen Löffel entfernen und dann die Pilzbrut weiter mit frischem Kaffeesatz anfüttern.

      Die Pilzbrut muss grundsätzlich nicht befeuchtet werden, ein Besprühen ist daher nicht nötig. Achte unbedingt darauf, dass sich kein Wasser am Boden ansammelt.

      Auch wenn bereits Pilze wachsen, kannst Du einen Teil der Pilzbrut entnehmen und damit wieder einen neuen Ansatz in einem weiteren Glas starten.

      So lässt sich die Pilzbrut aufteilen, weiter vermehren und sollte mal ein Glas mit Schimmel befallen sein, gehts mit den Anderen einfach weiter.

      Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen.

      Viele Grüße,
      Alex

  6. vielen dank sehr gut beschrieben jetzt nur noch hoffen das die pilzzucht was wird .Bin noch anfänger und mache es das erstemal habe meine pilzbrut im glass angesetzt und sie wird sehr schön weiss fast schon das ganze glass voll nach 14 tagen geht super einfach.

    1. Hallo Ulrike,

      vielen Dank für Dein liebes Feedback 😀

      Es freut uns, dass Dir die Pilzzucht gefällt und alles gut bei Dir klappt.

      Viele Grüße,
      Alex

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